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Ratgeber · Kosten

Was kostet Dienstplan-Software? Preisvergleich 2026

Aktualisiert am avetiq Redaktion Nach fester Methodik geprüft

Die drei Preismodelle am Markt

1. Per-Seat: Preis pro Mitarbeiter und Monat

Das häufigste Modell: Abgerechnet wird pro planbarem Mitarbeiter. Die Spanne ist groß — und sie korreliert mit dem Funktionsumfang:

  • Aplano: 0,50–4,50 € — Core (0,50 €) deckt die Basis-Schichtplanung ab, Basic (2 €) ergänzt Abwesenheiten und Regelprüfungen, Pro (4,50 €) Zeiterfassung, Stundenkonten und Auswertungen; monatlich kündbar.
  • Staffomatic: ab 1,80 € — modular (Urlaubsplaner/Zeiterfassung je 1,80 €, Professional 3,60 €, Premium 7,20 €).
  • Planday: 2,49–6,49 € — klare Tarifstruktur (Starter/Plus/Pro), stark in Gastro und Einzelhandel.
  • Kenjo: 5,40–9 € — komplette HR-Suite mit Schichtplanung; nur mit Jahresvertrag.
  • gastromatic: ab ~7 € — Gastro-Spezialist inklusive Lohn-Services, laut Anbieter ab ca. 91 €/Monat Gesamtpreis.

Per-Seat ist fair für kleine Teams und wächst mit — wird bei 100+ Mitarbeitern aber teurer als jede Flatrate.

2. Standortpreis und Flatrate

Einige Anbieter rechnen pro Betrieb oder Standort ab — die Mitarbeiterzahl spielt dann keine Rolle:

  • Ordio: ab 89 € pro Standort/Monat, flexibel je nach Modulen,
  • E2N: 99 €/Monat all-inclusive — alle Module, Onboarding-Schulungen und Telefon-Support inklusive, keine Einrichtungskosten,
  • Shiftbase: ab 39 €/Monat als Paketpreis (Basic, inkl. ca. 10 Nutzerlizenzen; Premium ab 79 €, Enterprise ab ~199 €).

Faustregel: Ab etwa 20–30 Mitarbeitern pro Standort schlägt die Flatrate die meisten Per-Seat-Tarife — darunter zahlt man für ungenutzte Kapazität.

3. Sonderfälle: Gratis-Tarif und Enterprise

  • Connecteam: komplett kostenlos bis 10 Mitarbeiter — voller Funktionsumfang, danach Hub-Preise ab ca. 29 €/Monat für die ersten 30 Nutzer. Der Haken für deutsche Betriebe: keine native Lohn-Anbindung, begrenzte deutsche Zuschlags- und Arbeitszeitlogik.
  • shyftplan: Enterprise ab ~700 €/Monat — KI-gestützte Planung für Industrie und Konzerne (Referenzen wie Siemens Energy); für KMU bewusst nicht positioniert.

Rechenbeispiele: 10, 25 und 100 Mitarbeiter

Monatskosten auf Basis der Listenpreise (gerundet; Per-Seat-Tarife jeweils Preis × Mitarbeiterzahl, Pauschalmodelle bei einem Standort):

Anbieter (Tarif) Modell 10 MA 25 MA 100 MA
Connecteam (Small Business) gratis bis 10 MA 0 € ab ~29 € ab ~99 € + Zusatznutzer
Aplano (Core, 0,50 €) pro MA 5 € 12,50 € 50 €
Aplano (Pro, 4,50 €) pro MA 45 € 112,50 € 450 €
Staffomatic (Professional, 3,60 €) pro MA 36 € 90 € 360 €
Planday (Starter, 2,49 €) pro MA ~25 € ~62 € 249 €
Kenjo (Starter, 5,40 €) pro MA, Jahresvertrag 54 € 135 € 540 €
gastromatic (ab ~7 €) pro MA, modular ~91 € ~175 € ~700 €
Shiftbase (Paket) Staffelpakete 39 € 79–199 € auf Anfrage
Ordio pro Standort 89 € 89 € 89 € je Standort
E2N Flatrate pro Betrieb 99 € 99 € 99 €

Die Tabelle zeigt das Muster: Bei 10 Mitarbeitern sind Gratis- und günstige Per-Seat-Tarife unschlagbar, bei 25 wird es eng zwischen Per-Seat und Paketpreisen, ab 100 Mitarbeitern gewinnen Flatrates — sofern der Funktionsumfang reicht. Wichtig beim Vergleichen: Die Tarife sind nicht deckungsgleich. Aplano Core für 50 € (100 MA) enthält keine Zeiterfassung, E2N für 99 € dagegen alles inklusive Support — verglichen werden muss immer der Tarif, der die eigenen Anforderungen tatsächlich abdeckt.

Versteckte Kosten: Worauf Sie achten sollten

  • Setup und Onboarding: Manche Anbieter berechnen Einrichtung, Datenmigration oder Schulungen extra — bei anderen (z. B. E2N) ist beides inklusive. Vor Vertragsschluss schriftlich geben lassen.
  • Hardware-Terminals: Wer stationär stempeln lassen will (Werkbank, Theke), zahlt pro Terminal etwa 200–500 € einmalig — ein Tablet mit Stempeluhr-App ist oft die günstigere Alternative.
  • Mindestabnahmen: „Ab 1,90 €/Nutzer" gilt bei Papershift erst ab ca. 10 Nutzern — ein 6-Personen-Team zahlt trotzdem für 10.
  • Jahresverträge: Kenjo rechnet jährlich ab; wer nach 3 Monaten wechseln will, zahlt das Jahr trotzdem. Monatlich kündbare Tarife (z. B. Aplano mit 1 Monat Kündigungsfrist) sind beim Testen im Echtbetrieb klar im Vorteil.
  • Preiserhöhungen: Intransparente „Auf Anfrage"-Preise erschweren den Vergleich; zu Papershift existieren Kundenberichte über Erhöhungen von teils 100 % ohne Leistungsplus. Preisbindung in den Vertrag verhandeln.
  • Zusatzmodule: Lohnexport, Premium-Support oder Auswertungen stecken oft erst in höheren Tarifen — der beworbene Einstiegspreis ist selten der Endpreis.

Fazit: Endpreis vergleichen, nicht Einstiegspreis

Realistisch kostet Dienstplan-Software einen KMU-Betrieb zwischen wenigen Euro und rund 200 € im Monat — entscheidend sind Mitarbeiterzahl, benötigte Module und das Preismodell. Wer nur plant, fährt mit günstigen Per-Seat-Tarifen am besten; wer Planung, Zeiterfassung und Lohnvorbereitung kombiniert (und damit zugleich die Zeiterfassungspflicht und § 17 MiLoG erfüllt), vergleicht die Komplett-Tarife. Den vollständigen Vergleich mit Funktionsmatrix und Bewertungen finden Sie hier: Dienstplan-Software im Vergleich.

Häufige Fragen zu den Kosten von Dienstplan-Software

Was kostet Dienstplan-Software pro Mitarbeiter?

Per-Seat-Tarife liegen 2026 zwischen 0,50 € (Aplano Core) und etwa 9 € pro Mitarbeiter/Monat (Kenjo Growth, gastromatic). Solide Mittelklasse-Tarife mit Zeiterfassung und Abwesenheiten kosten 2–5 €. Daneben gibt es Pauschalmodelle: Shiftbase ab 39 €/Monat (inkl. ca. 10 Lizenzen), Ordio ab 89 € pro Standort, E2N für 99 €/Monat all-inclusive.

Gibt es kostenlose Dienstplan-Apps?

Ja, mit Einschränkungen: Connecteam bietet einen vollwertigen Gratis-Tarif für bis zu 10 Mitarbeiter — allerdings ohne Lohn-Anbindung und mit begrenzter deutscher Arbeitszeit-Logik. Ansonsten gibt es vor allem zeitlich begrenzte Testphasen (14–30 Tage). Excel und Word-Vorlagen sind ebenfalls kostenlos, prüfen aber weder Ruhezeiten noch Minijob-Grenzen.

Welche versteckten Kosten gibt es?

Die häufigsten Posten neben dem Listenpreis: Hardware-Terminals für die Stempeluhr (ca. 200–500 € pro Gerät), Mindestabnahmen (z. B. ca. 10 Nutzer bei Papershift), Jahresverträge mit Vorauszahlung (z. B. Kenjo), kostenpflichtiges Onboarding/Setup sowie Preiserhöhungen nach Vertragsbeginn — zu Papershift gibt es Kundenberichte über Erhöhungen von teils 100 %. Auch Zusatzmodule (Lohnexport, Premium-Support) können den Endpreis deutlich über den beworbenen Einstiegspreis heben.

Lohnt sich Dienstplan-Software für kleine Betriebe?

Meist ja, sobald regelmäßig Schichten getauscht werden oder Minijobber an Bord sind: Ein 10-Personen-Team zahlt je nach Tool 0–54 €/Monat — schon eine gesparte Planungsstunde pro Woche rechnet das. Dazu kommt die Pflichterfüllung: Arbeitszeiten müssen ohnehin erfasst werden (BAG-Beschluss 2022, § 17 MiLoG), und integrierte Systeme erledigen Planung und Dokumentation in einem.

Hinweis: Alle Preise sind Listenpreise laut Anbieter- und Vergleichsseiten (Stand: Juni 2026), teils gerundet und ohne Gewähr — maßgeblich sind die aktuellen Angaben der Anbieter.