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Vergleich 2026

Lohnabrechnungs-Software 2026: Der Vergleich für Deutschland

6 Anbieter im Vergleich — mit echten Preisen, Funktionsmatrix und ehrlichen Stärken-Schwächen-Profilen.

Aktualisiert am avetiq Redaktion Nach fester Methodik geprüft

Alle Anbieter im Vergleich

Lohnabrechnungs-Software im Vergleich (Stand: 23. Juni 2026).
Software Wertung Preis / MA / Monat Entgeltabrechnung Meldewesen (SV/Finanzamt) Branchenlöhne (z. B. Baulohn) Import aus Zeiterfassung Steuerberater-Zugriff Für Selbstabrechner
DATEV Lohn und Gehalt / LODAS Der Standard via Steuerberater 4,5 ~15–30 €/MA (via StB)
Lexware lohn+gehalt Desktop-Klassiker für Selbstabrechner 4,2 ab 28,90 €/Monat
Lexware Office Lohn & Gehalt Cloud-Lohn für Kleinstbetriebe 4,2 ab ~4,78 €/MA
Sage Lohnabrechnung Breites Portfolio inkl. Baulohn 4,0 ab ~20 €/Monat
SD Worx Komplettes Payroll-Outsourcing 4,0 ab 5,99 €/MA
Personio Payroll Integrierter Lohn für Personio-Kunden 3,9 auf Anfrage (~10–18 €)
Lohnabrechnungs-Software im Vergleich (Stand: 23. Juni 2026). Preise: Einstiegstarif netto pro Mitarbeiter und Monat bei monatlicher Zahlung, soweit öffentlich angegeben. Alle Angaben ohne Gewähr.

Lohnabrechnung in Deutschland ist ein Compliance-Minenfeld: SV-Meldungen, ELStAM, eAU, Beitragsnachweise, A1-Bescheinigungen. Deshalb rechnet die Mehrheit der KMU nicht selbst ab, sondern über den Steuerberater — der fast immer mit DATEV arbeitet. Die Software-Frage lautet daher meist nicht „Welches Payroll-Tool?", sondern „Selbst abrechnen, auslagern oder Steuerberater — und wie kommen die Stunden dorthin?".

Wir vergleichen die relevanten Wege: DATEV (via Kanzlei), Desktop- und Cloud-Selbstabrechnung (Lexware, Sage), integrierte Plattform-Payroll (Personio) und komplettes Outsourcing (SD Worx).

Die Anbieter im Detail

1

DATEV Lohn und Gehalt / LODAS

Der Standard via Steuerberater

4,5

DATEV dominiert die deutsche Lohnabrechnung strukturell: Über 90 % der Steuerberatungskanzleien arbeiten mit DATEV, monatlich entstehen 14+ Millionen Abrechnungen. Unternehmen rechnen meist nicht selbst ab, sondern über ihren Steuerberater — der mit LODAS (Cloud) oder Lohn und Gehalt (lokal) arbeitet.

Preis
~15–30 €/MA (via StB) Reine Softwarekosten ~1,50–3 €/Abrechnung + 0,40 € Cloud-Pauschale; über Steuerberater 15–30 €/MA/Monat inkl. Dienstleistung.
Zielgruppe
Steuerberatungskanzleien und Lohnbüros; Unternehmen indirekt über die Kanzlei
Test/Gratis
keine Angabe
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Absoluter Marktstandard mit höchster Rechtssicherheit
  • Jede Kanzlei kann damit arbeiten; riesiges Ökosystem
  • Alle gesetzlichen Meldungen (SV, ELStAM, BG, A1) abgedeckt

Schwächen

  • Nicht als Self-Service für Endunternehmen gedacht
  • Intransparente Kosten, Abhängigkeit vom Steuerberater
  • Veraltete Oberfläche, geringes Innovationstempo
2

Lexware lohn+gehalt

Desktop-Klassiker für Selbstabrechner

4,2

Lexware lohn+gehalt ist seit Jahrzehnten die Standard-Desktop-Software für kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe, die ihre Löhne selbst abrechnen: GKV-zertifizierte Entgeltabrechnung mit allen gesetzlichen Meldungen (ELStAM, SV, Beitragsnachweise) und automatischen Updates bei Gesetzesänderungen.

Preis
ab 28,90 €/Monat basis 28,90 € (bis 50 MA) · plus 39,90 € · pro 68,90 € · premium 86,90 €/Monat (bis 250 MA).
Zielgruppe
Kleine Unternehmen und Handwerksbetriebe (Selbstabrechner), bis 50/250 MA
Test/Gratis
Testversion verfügbar
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Bewährt und günstig für Selbstabrechner
  • Volle Kontrolle, Daten bleiben lokal im Haus
  • Jährlich gepflegte Gesetzeskonformität (Mindestlohn, Minijob-Grenzen)

Schwächen

  • Nur Windows/Desktop, kein echtes Cloud-Produkt
  • Erfordert Lohn-Know-how im Unternehmen — Verantwortung liegt beim Anwender
  • Jahresversions-Logik mit faktischem Update-Zwang
3

Lexware Office Lohn & Gehalt

Cloud-Lohn für Kleinstbetriebe

4,2

Die Cloud-Linie von Lexware (ehem. lexoffice) rechnet Löhne per 3-Schritte-Assistent ab: Vollzeit, Teilzeit, Minijobs und Midijobs, automatische Behörden-Meldungen, automatische Verbuchung in der integrierten Buchhaltung — alternativ mit Datenfreigabe an den Steuerberater.

Preis
ab ~4,78 €/MA Preis nach Mitarbeiterzahl, z. B. 5 MA = 23,90 €/Monat; voller Funktionsumfang, Support inklusive.
Zielgruppe
Gründer, Selbstständige, Kleinstunternehmen bis ca. 50 MA
Test/Gratis
Testphase verfügbar
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Extrem niedrige Einstiegshürde — Lohn per Assistent in Minuten
  • Buchhaltung und Lohn integriert, automatische Verbuchung
  • Wahlweise Selbstabrechnung oder Übergabe an den Steuerberater

Schwächen

  • Begrenzte Tiefe: keine komplexen Fälle (Baulohn, Tarifwerke, Schichtzuschlags-Komplexität)
  • Maximal ca. 50 Mitarbeiter
  • Weniger Auswertungen als die Desktop-Linie
4

Sage Lohnabrechnung

Breites Portfolio inkl. Baulohn

4,0

Sage deckt als einziger klassischer Anbieter alles ab: Sage Payroll (Cloud) für kleine Selbstabrechner ab ca. 20 €/Monat, die Sage HR Suite für komplexe Fälle wie Baulohn und ein komplettes Payroll-Outsourcing — gesetzliche Meldungen automatisch inklusive.

Preis
ab ~20 €/Monat Sage Payroll ab ~20 €/Monat bis 5 MA, je weiterer MA 3–7 €; HR Suite individuell.
Zielgruppe
Kleine Unternehmen (Cloud) bis Mittelstand (HR Suite/Outsourcing)
Test/Gratis
Testphasen verfügbar
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Skaliert vom Kleinstbetrieb bis zum Mittelstand mit Spezialfällen (Baulohn)
  • Günstiger Cloud-Einstieg, faires Preisniveau
  • Einziger Anbieter mit Self-Service bis Full-Outsourcing unter einer Marke

Schwächen

  • Verwirrendes, historisch gewachsenes Produktportfolio
  • Ältere Produktlinien wirken technisch angestaubt
  • Geringere Marktdurchdringung als DATEV/Lexware
5

SD Worx

Komplettes Payroll-Outsourcing

4,0

SD Worx ist einer der größten Payroll-Dienstleister Europas und übernimmt die Lohnabrechnung komplett im Outsourcing-Modell: Datenerfassung, Abrechnung und Meldewesen mit festen Service-Leveln — vom KMU-Paket (ab 5,99 €/MA/Monat plus Setup) bis zur internationalen Konzern-Payroll.

Preis
ab 5,99 €/MA Plus einmalige Implementierung 2.999–9.999 € je nach Größe; Enterprise individuell.
Zielgruppe
KMU bis internationale Konzerne, die Lohn auslagern wollen
Test/Gratis
keine Angabe
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Compliance-Verantwortung liegt komplett beim Dienstleister
  • Vertretungssicherheit — kein Risiko bei Personalausfall im Lohnbüro
  • Internationale Payroll aus einer Hand

Schwächen

  • Hohe einmalige Setup-Kosten (ab ~3.000 €)
  • Für Kleinstbetriebe überdimensioniert
  • Weniger Self-Service und Transparenz als Software-Lösungen
6

Personio Payroll

Integrierter Lohn für Personio-Kunden

3,9

Personio Payroll ist eine ITSG-zertifizierte, in die Personio-Plattform integrierte Lohnabrechnung: Stammdaten, Abwesenheiten und Gehälter fließen ohne Export direkt in die Abrechnung, Behördenkommunikation läuft automatisch. Das Modul ist jung; Marktübersichten schätzen 10–18 €/MA/Monat zusätzlich zur Plattform.

Preis
auf Anfrage (~10–18 €) Pro abgerechnetem MA/Monat, monatlich kündbar — zusätzlich zur Personio-Plattform.
Zielgruppe
Personio-Kunden (KMU/Mittelstand), die den Steuerberater-Weg ersetzen wollen
Test/Gratis
14 Tage Test der Plattform
Bewertungen
keine verlässlichen Daten

Stärken

  • Einzige echte „HR + Payroll in einer Plattform"-Lösung deutscher Herkunft in dieser Klasse
  • Eliminiert Export-/Schnittstellen-Aufwand komplett
  • Automatische Behördenkommunikation, monatlich kündbar

Schwächen

  • Lock-in ins Personio-Ökosystem; Gesamtkosten über Steuerberater-Niveau für kleine Firmen
  • Junges Modul — Funktionstiefe bei Spezialfällen unbewiesen
  • Preise intransparent

Die drei Wege zur Lohnabrechnung

  • Steuerberater + DATEV (Standard): 15–30 €/MA/Monat inkl. fachlicher Verantwortung. Die Kanzlei nutzt LODAS oder Lohn und Gehalt; das Unternehmen liefert Bewegungsdaten — idealerweise automatisch aus Dienstplan/Zeiterfassung.
  • Selbst abrechnen: Lexware lohn+gehalt (ab 28,90 €/Monat, Desktop) oder Lexware Office (~4,78 €/MA, Cloud) bzw. Sage Payroll (ab ~20 €/Monat). Spart Geld, verlagert aber Haftung und Termindruck ins Haus.
  • Auslagern: SD Worx übernimmt die komplette Payroll ab 5,99 €/MA/Monat plus Setup (ab ~3.000 €) — interessant ab mittlerer Größe; Personio Payroll integriert die Abrechnung direkt in die HR-Plattform (~10–18 €/MA geschätzt).

Was eine „DATEV-Schnittstelle" wirklich bedeutet

Wenn Dienstplan- oder Zeiterfassungs-Tools mit „DATEV-Schnittstelle" werben, heißt das fast nie, dass sie selbst abrechnen. Gemeint ist vorbereitende Lohnbuchhaltung: Das Tool exportiert Personalstammdaten und Bewegungsdaten (Ist-Stunden, Mehrarbeit, SFN-Zuschläge, Fehlzeiten) im LODAS- bzw. Lohn-und-Gehalt-Format — oder per Lohnimportdatenservice-API —, sodass die Kanzlei nichts manuell abtippen muss. Die eigentliche Abrechnung samt Haftung bleibt bei Steuerberater und DATEV. Für die Tool-Auswahl ist diese Schnittstelle oft wichtiger als jedes andere Feature.

Häufige Fragen zu Lohnabrechnungs-Software

Was kostet die Lohnabrechnung pro Mitarbeiter?

Beim Steuerberater 15–30 € netto pro Mitarbeiter und Monat (davon nur ~1,50–3 € reine DATEV-Softwarekosten). Selbstabrechnung mit Lexware Office kostet ~4,78 €/MA, mit Lexware lohn+gehalt ab 28,90 €/Monat pauschal. Payroll-Outsourcing bei SD Worx beginnt bei 5,99 €/MA plus einmaliger Implementierung ab ~3.000 €.

Warum nutzen fast alle Steuerberater DATEV?

DATEV ist eine Genossenschaft, deren Mitglieder die Steuerberater selbst sind — die Software wird für und mit den Kanzleien entwickelt. Über 90 % der Steuerberatungskanzleien arbeiten damit; monatlich entstehen über 14 Millionen Lohnabrechnungen auf DATEV-Basis. Buchhaltung, Jahresabschluss und Lohn laufen dort in einem Ökosystem zusammen.

Kann ich die Lohnabrechnung selbst machen?

Ja — mit GKV-zertifizierter Software wie Lexware lohn+gehalt oder Lexware Office ist das auch ohne Steuerberater zulässig und für einfache Lohnfälle (feste Gehälter, Minijobs) gut machbar. Die Verantwortung für korrekte SV-Meldungen und Lohnsteuer liegt dann aber im Unternehmen; bei Zuschlägen, Tarifen oder Baulohn empfiehlt sich professionelle Unterstützung.

Was ist der Unterschied zwischen DATEV LODAS und Lohn und Gehalt?

Beide sind DATEV-Lohnprogramme für Kanzleien: LODAS rechnet in der DATEV-Cloud, Lohn und Gehalt lokal in der Kanzlei. Funktional sind sie nahezu gleichwertig — die Wahl trifft die Kanzlei, nicht das Unternehmen. Für Betriebe relevant ist nur, dass ihre Zeiterfassung das passende Importformat liefert.

Methodik: Alle Anbieter wurden nach denselben fünf Kriterien bewertet (Funktionsumfang, Bedienbarkeit, Preis-Leistung, Deutschland-Tauglichkeit, Support). Preise sind Netto-Listenpreise mit Stand 23. Juni 2026. Wie wir testen: So testen wir.